Kontrollpunkte je Gewerk, geprüft bevor Abdichtung, Dämmung oder Estrich verdeckt werden, mit Fotodokumentation und schriftlichem Protokoll für Ihren Neubau.
Baubegleitende Qualitätskontrolle Wiesbaden heißt: Wir prüfen Ihr Bauvorhaben an festgelegten Kontrollpunkten, bevor ein Bauteil hinter der nächsten Schicht verschwindet. Florian Wurster, Sachverständiger für das Immobilien- und Grundstückswesen (FIB) mit Ausbildung in Bauschäden, Baumängeln, Gebäudeanalyse und Beweissicherung, sieht sich Abdichtung, Rohbau, Dach, Fenster, Estrich und Innenausbau gezielt an und hält jeden Befund mit Fotos und Protokoll fest.
Wer eine Doppelhaushälfte über einen Bauträger errichten lässt, sieht die Baustelle meist nur zwischendurch. Feste Kontrollpunkte sorgen dafür, dass die entscheidenden Bauteile von einer unabhängigen Fachperson geprüft werden, solange sie noch offen liegen und Korrekturen ohne Rückbau möglich sind.
Florian Wurster arbeitet in Ihrem Auftrag und nicht im Auftrag Ihres Bauträgers. Er prüft ausschließlich in Ihrem Interesse, ob die Ausführung der Baubeschreibung, den vertraglich vereinbarten Leistungen und den anerkannten Regeln der Technik entspricht. Jeder Kontrollpunkt endet mit einem schriftlichen Protokoll, das Befunde, Fotos und Empfehlungen enthält. Damit haben Sie gegenüber dem Bauträger eine sachliche Grundlage, um Nachbesserungen anzusprechen, bevor das nächste Gewerk beginnt.
Gerade bei Doppelhaushälften greifen viele Gewerke ineinander: gemeinsame Trennwand, Anschluss an das Nachbarhaus, gemeinsame Entwässerung. Wir legen die Kontrollpunkte vorab mit Ihnen fest und richten sie nach dem Bauablauf Ihres Bauträgers aus. Messungen erfolgen, soweit der jeweilige Befund sie erfordert, und werden im Protokoll nachvollziehbar festgehalten.
Abdichtung von Keller und Bodenplatte
Bevor die Baugrube verfüllt wird, prüfen wir Abdichtung, Anschlüsse an Durchdringungen und die Ausführung der Dränage. Gerade an Hängen ist dieser Kontrollpunkt wichtig, weil Hangwasser gegen erdberührte Bauteile drücken kann.
Rohbau: Mauerwerk, Decken und Trennwand zum Nachbarhaus
Im Rohbau sehen wir uns Wandanschlüsse, Öffnungen, Auflager und die Ausbildung der Haustrennwand an. Bei Doppelhaushälften ist die Trennung zum Nachbarhaus für Schall- und Brandschutz wichtig. Abweichungen von Plan und Baubeschreibung halten wir fest, solange Wände noch nicht verputzt und Decken noch nicht verkleidet sind.
Dach: Tragwerk, Unterdeckung und Anschlüsse vor dem Ausbau
Am Dach prüfen wir Dachstuhl, Unterdeckung, Anschlüsse an Kamin, Fenster und Nachbardach sowie die Lage der Dämmung, bevor Innenverkleidung und Dampfbremse alles verdecken. Fehlstellen fallen hier noch ohne Rückbau auf.
Fenster und Außentüren nach Einbau
Nach dem Einbau kontrollieren wir Befestigung, Anschlussfugen und die Abdichtung zum Mauerwerk innen wie außen, bevor Putz und Fensterbänke die Fugen überdecken.
Estrich und Fußbodenaufbau vor dem Einbringen
Vor dem Estrich prüfen wir Dämmlagen, Randdämmstreifen, Leitungsführung und Abdichtung in Nassräumen. Nach dem Einbringen ist der Aufbau darunter nicht mehr einsehbar.
Innenausbau: Trockenbau, Installationen und Oberflächen vor Übergabe
Wir prüfen sichtbare Ausführung, Anschlüsse und Oberflächen und erfassen Mängel für die spätere Abnahme.
Der Aufwand richtet sich nach Ihrem Objekt, der Zahl der gewünschten Kontrollpunkte und den Fragen, die Sie geklärt haben möchten. Sie erhalten vorab ein verbindliches Angebot, damit Sie wissen, welche Leistung Sie beauftragen.
Für die Kalkulation zählt zuerst das Objekt: Eine Doppelhaushälfte mit Keller hat andere Kontrollpunkte als ein Haus auf Bodenplatte, und ein Grundstück am Hang verlangt mehr Aufmerksamkeit bei Abdichtung und Dränage als eine ebene Fläche.
Ebenso wichtig ist, welche Gewerke Sie prüfen lassen möchten. Manche Bauherren wählen nur Abdichtung und Dach, andere lassen jeden Kontrollpunkt vom Keller bis zum Innenausbau begleiten.
Hinzu kommt der Umfang der Unterlagen, die wir vorab sichten, etwa Baubeschreibung, Pläne, Bauvertrag und Baugrundgutachten, sowie die Zahl der Termine auf der Baustelle.
Auch Messungen, soweit ein Befund sie erfordert, und die Lage des Grundstücks fließen in die Einschätzung ein.
Aus diesen Angaben erstellen wir ein verbindliches Angebot. Sie entscheiden danach in Ruhe, ob und in welchem Umfang Sie uns beauftragen.
Im ersten Gespräch klären wir, welche Kontrollpunkte für Ihr Bauvorhaben sinnvoll sind.
Dazu sichten wir Baubeschreibung, Pläne, Bauvertrag und den Bauablauf Ihres Bauträgers. Daraus ergibt sich, welche Gewerke wann geprüft werden sollten und worauf bei Ihrem Grundstück besonders zu achten ist.
Am Ende steht ein abgestimmter Kontrollplan mit allen vereinbarten Kontrollpunkten, den Sie an den Bauträger und seine Bauleitung weitergeben können.
Zu jedem vereinbarten Kontrollpunkt kommen wir auf die Baustelle, sobald das Gewerk fertig, aber noch nicht verdeckt ist.
Vor Ort nehmen wir die relevanten Bauteile in Augenschein: bei der Abdichtung Bahnen, Anschlüsse und Dränage, im Rohbau Wände, Decken und die Haustrennwand, am Dach Unterdeckung und Dämmlage, beim Estrich Dämmlagen und Randstreifen, im Ausbau Nassraumabdichtung und Dampfbremse.
Jeder Befund wird fotografiert und der Stelle im Plan zugeordnet. Messungen nehmen wir vor, soweit die Frage es erfordert.
Fragen an die Bauleitung des Bauträgers können wir direkt vor Ort ansprechen, wenn Sie das wünschen.
So entsteht über die Bauzeit eine nachvollziehbare Dokumentation der kritischen Bauteile, die später hinter Putz, Estrich oder Verkleidung nicht mehr zugänglich sind.
Nach jedem Kontrollpunkt erhalten Sie ein schriftliches Protokoll, das klar strukturiert und auch ohne Fachwissen verständlich ist.
Es beschreibt den geprüften Zustand, benennt Abweichungen von Planung, Baubeschreibung und den Regeln der Technik und ordnet ein, wie sich ein Mangel auf die Bausubstanz auswirken kann.
Fotos und Empfehlungen machen jeden Befund nachvollziehbar, auch für den Bauträger und seine Bauleitung, die daraus konkrete Nachbesserungen ableiten können.
Zum Abschluss fassen wir alle Protokolle mit Fotos, Befunden und Empfehlungen in einer geordneten Gesamtdokumentation Ihres Bauvorhabens zusammen.
Florian Wurster erläutert Ihnen die Ergebnisse persönlich oder digital, auf Wunsch auch telefonisch. Offene Punkte sind so geordnet, dass Sie sie vor der Abnahme gezielt mit dem Bauträger ansprechen können.
Wie die Begehung zur Übergabe abläuft, beschreiben wir auf der Seite zur Bauabnahme.
Die Qualitätskontrolle konzentriert sich auf festgelegte Kontrollpunkte je Gewerk, also auf die Momente, in denen ein Bauteil vor dem Verdecken geprüft werden muss. Eine durchgehende Baubegleitung begleitet dagegen den Bauablauf über mehrere Bauphasen, von der Gründung bis zur Übergabe. Beide Leistungen beruhen auf derselben Prüfmethodik.
Hilfreich sind Bauvertrag, Baubeschreibung, Pläne, die Baugenehmigung und, falls vorhanden, ein Baugrundgutachten. Daraus leiten wir ab, welche Kontrollpunkte für Ihr Haus wichtig sind und welche Vorgaben die Ausführung erfüllen muss.
Ob und wann Sie die Baustelle betreten können, hängt von den Vereinbarungen mit Ihrem Bauträger ab. Rechtliche Fragen dazu klären Sie mit einer Anwältin oder einem Anwalt. In der Praxis ist es sinnvoll, die Kontrolltermine mit der Bauleitung abzustimmen.
Der Befund steht mit Foto, Beschreibung und Empfehlung im Protokoll. Sie können ihn dem Bauträger übergeben und Nachbesserung verlangen. Bei Bedarf prüfen wir die Nachbesserung beim nächsten Termin erneut.
Am Hang kann Hangwasser gegen erdberührte Bauteile drücken. Deshalb legen wir dort besonderes Gewicht auf Abdichtung, Dränage und die Ableitung des Oberflächenwassers. Wie stark das Grundstück betroffen ist, lässt sich nur am Objekt prüfen.
Ja. Bei Sanierungen legen wir die Kontrollpunkte nach den betroffenen Gewerken fest, etwa nach einer nachträglichen Abdichtung, einem neuen Dach oder dem Austausch der Fenster. Wichtig ist auch hier, dass wir die Arbeiten sehen, bevor sie verdeckt werden.
Das Protokoll beschreibt Objekt, Gewerk und geprüfte Bauteile, hält Befunde mit Fotos fest und benennt Abweichungen von Planung, Baubeschreibung und anerkannten Regeln der Technik. Zu jedem Befund gibt es eine Empfehlung. So können Sie gegenüber dem Bauträger sachlich argumentieren und haben den Zustand der verdeckten Bauteile dauerhaft dokumentiert.
Die Abnahme erklären Sie als Auftraggeber gegenüber dem Bauträger. Unsere Protokolle aus der Qualitätskontrolle helfen Ihnen, offene Punkte vorher zu kennen und gezielt anzusprechen. Die Übergabebegehung selbst begleiten wir als eigene Leistung, die auf der Seite zur Bauabnahme beschrieben ist. Eine Aussage darüber, wie Gerichte oder Versicherer einen Fall bewerten, treffen wir nicht; wir liefern die technische Grundlage für Ihre Entscheidung.
An jedem Kontrollpunkt arbeiten wir mit einer festen Prüfliste, die wir auf Ihr Bauvorhaben zuschneiden. Sie richtet sich nach Baubeschreibung, Plänen und den anerkannten Regeln der Technik. Entscheidend ist der Zeitpunkt: Wir prüfen ein Gewerk, wenn es fertig, aber noch einsehbar ist. Die folgenden Punkte stehen bei Neubauten mit Bauträger regelmäßig auf unserer Liste. Jeder Punkt wird mit Foto belegt und im Protokoll mit Befund und Empfehlung beschrieben, damit Sie und der Bauträger dieselbe Grundlage haben.
Wer in Wiesbaden baut, hat es je nach Lage mit sehr unterschiedlichem Untergrund zu tun. Das wirkt sich direkt darauf aus, welche Kontrollpunkte besonders wichtig sind.
Im Untergrund großer Teile des Stadtgebiets liegen tertiäre Tone und Mergel des Mainzer Beckens, darunter der Cyrenenmergel. Tonige Schichten können bei wechselnder Feuchte quellen und schrumpfen. Ob das ein Grundstück betrifft, zeigt das Baugrundgutachten; wir prüfen, ob Gründung und Abdichtung so ausgeführt sind, wie es dort und in der Baubeschreibung vorgesehen ist.
Etwa südlich der Parkstraße verläuft die Taunussüdrandverwerfung. An den Hanglagen des Taunus-Südhangs kann Hangwasser gegen Kellerwände drücken, und Stützmauern sind am Objekt zu prüfen. Abdichtung und Dränage sind dort Kontrollpunkte, die wir vor dem Verfüllen genau ansehen.
Ein besonderer Wiesbadener Rahmen ist das Heilquellenschutzgebiet. Dort sind Bohrungen, Bautätigkeit und Erdwärmenutzung eingeschränkt. Für Bauherren heißt das: Auflagen aus der Genehmigung können die Ausführung von Baugrube, Gründung oder Heiztechnik bestimmen, und wir gleichen das Gebaute mit diesen Vorgaben ab.
Bäche in steilen Tälern können nach Starkregen schnell anschwellen. Für Neubauten in Tallage bedeutet das, dass Sockel, Lichtschächte, Kellereingänge und die Entwässerung des Grundstücks sorgfältig ausgeführt sein müssen.
Auch bei Bauvorhaben in Igstadt, Breckenheim oder Auringen klären wir am Objekt, ob Hangwasser, Tallage oder toniger Untergrund eine Rolle spielen. Breckenheim und Auringen gehören seit 1977 zu Wiesbaden und haben eigene Ortskerne.
Für Ihr Grundstück klären wir deshalb vorab anhand der Unterlagen, welche dieser Bedingungen eine Rolle spielen können, und richten die Kontrollpunkte danach aus.
Nach jedem Kontrollpunkt liegt ein schriftliches Protokoll vor, das den Zustand der geprüften Bauteile nachvollziehbar und mit Fotos dokumentiert. Diese Dokumentation bleibt auch nach der Übergabe des Hauses wertvoll, weil sie zeigt, wie verdeckte Bauteile ausgeführt wurden. Seine Empfehlungen sind technisch begründet und an keinen ausführenden Betrieb gebunden, denn Florian Wurster übernimmt selbst keine Bauarbeiten. Mehr zu Person und Ausbildung finden Sie auf der Seite Über uns. Konkret erhalten Sie:
Schildern Sie uns kurz Ihr Bauvorhaben, Ihren Bauträger und den aktuellen Baustand. Wir besprechen mit Ihnen, welche Kontrollpunkte sinnvoll sind, und schicken Ihnen anschließend ein verbindliches Angebot, das alle vereinbarten Kontrollpunkte und Leistungen aufführt.
Am besten melden Sie sich, bevor die Bodenplatte gegossen oder die Abdichtung aufgebracht wird. Dann lassen sich alle Kontrollpunkte einplanen, und kein Gewerk ist bereits verdeckt. Aber auch bei laufendem Bau lohnt sich der Einstieg.
Telefon: 06131 9197222, E-Mail: anfrage@bausachverstaendigerwiesbaden.de, erreichbar Mo-Fr 08:00-18:00 Uhr, Büro: Nerotal 18, 65193 Wiesbaden. Ortstermine nach Absprache.
Die Qualitätskontrolle ist eine technische Prüfung. Für Ihren Neubau in Wiesbaden gelten aber einige Rahmenbedingungen, die wir bei der Planung der Kontrollpunkte berücksichtigen, etwa Auflagen aus der Baugenehmigung oder Vorgaben im Heilquellenschutzgebiet.
Die Abnahme erklären Sie als Auftraggeber. Unsere Protokolle halten den Zustand fest; wie ein Gericht einen Fall bewertet, beurteilen wir nicht. Rechtliche Fragen zum Bauvertrag klären Sie bitte mit einer Anwältin oder einem Anwalt.
Die Tabelle zeigt, welche Inhalte wir an den wichtigsten Kontrollpunkten prüfen und durch welchen Arbeitsschritt das Bauteil danach nicht mehr sichtbar ist. Daraus ergibt sich, wann der Kontrolltermin stattfinden sollte.
| Kontrollpunkt | Was wir prüfen | Danach verdeckt |
|---|---|---|
| Abdichtung | Bahnen, Anschlüsse, Dränage | Verfüllung |
| Rohbau | Wände, Auflager, Haustrennwand | Putz |
| Dach | Unterdeckung, Anschlüsse, Dämmung | Innenverkleidung |
| Estrich | Dämmlagen, Randstreifen, Leitungen | Estrich |
Fenster und Innenausbau ergänzen wir je nach Bauvertrag. Welche Kontrollpunkte Sie beauftragen, entscheiden Sie nach dem ersten Gespräch. Jeder Kontrollpunkt wird im Protokoll mit Fotos, Befunden und Empfehlungen festgehalten, sodass der Zustand später nachvollziehbar bleibt.
Bevor Sie eine Fachperson mit der Kontrolle Ihres Neubaus beauftragen, lohnt ein Blick auf einige Punkte, die über den Nutzen der Prüfung entscheiden.
Einen Überblick über alle Leistungen unseres Büros von der Hauskaufberatung bis zur Schadensanalyse finden Sie auf unserer Startseite.
Unser Büro liegt im Nerotal 18 in Wiesbaden. Von hier aus prüfen wir Bauvorhaben in allen Ortsbezirken, etwa in Igstadt, Breckenheim und Auringen, sowie im Umland, etwa in Taunusstein, Niedernhausen, Hochheim am Main und Eltville am Rhein. Ortstermine vereinbaren wir nach Absprache.